Die unbesungenen Helden

Die unbesungenen Helden
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The unsung Hero ist ein feststehender Begriff im Englischen, der mit „die unbesungenen Helden“ übersetzt werden kann. Auch bei uns in der Gemeinde gibt es viele solcher unbesungenen Helden, die klaglos und ohne großes Aufsehen ihre Arbeit verrichten und deren Wert uns - leider häufig zu spät - erst dann auffällt, wenn diese ihre Arbeit nicht mehr machen (können). Erst dann wird man gewahr, was  da für tolle Arbeit geleistet wurde.
Stellvertretend für viele andere Helden möchte ich hier die Arbeit in den Kirchkaffees herausheben. Für mich als „Kaffeesüchtigen“ ist das Kirchkaffee bereits ein fester Bestandteil des Kirchbesuchs und ein echter Grund, in die Kirche zu gehen. Allerdings ist das nicht nur meiner Sucht geschuldet. Hier wird nach meinem Dafürhalten die Gemeinschaft der Gemeinde gelebt. Hier kommt es zu Gesprächen, die viel mehr bewirken, als so mancher Beschluss. Denn hier kommt man als Gemeinde ins Gespräch, erfährt viele Neuigkeiten, nimmt so manche Anregung und auch Kritik mit. Das ist das pulsierende Leben.
Und das geht nur, weil es Leute gibt, die zu jedem Gottesdienst kommen und zuvor und danach die notwendigen Arbeiten verrichten. Namentlich sind das Frau Schultheiß in Weiherhof und die Frau und Herr Stehling in Zirndorf.
Ich möchte diesen Leuten hiermit meinen allerhöchsten Respekt und tiefe Dankbarkeit für ihre Arbeit ausdrücken. Denn diese Kontinuität und Hingabe erfordert ein extremes Engagement. Wer von uns kann von sich behaupten, dass er jedes Wochenende dafür verwenden kann, um für andere zu decken, Kaffee zu kochen und danach wieder aufzuräumen?
Ja, ich fühle mich gut, wenn ich etwas spende und das ist auch richtig so. Aber diese Menschen spenden ihre Frei- und somit Lebenszeit für die Gemeinde, und dafür gibt es keine Spendenquittung.
Niemand schreibt einen Lobgesang auf die Veranstalter des Kirchkaffees, aber für mich sind sie einige der unbesungenen Helden (unsung Heros) in unserer Gemeinde.
Und mit diesem Artikel möchte ich mich in aller Öffentlichkeit dafür bedanken.
Und wer sich jetzt denkt, warum wird hier das Kirchkaffee so herausgehoben, ich mache doch etwas ähnliches, und keiner schreibt über mich, so ist dieser Artikel auch ein Dank an alle diese Leute, deren Engagement ich häufig als „selbstverständlich“ erachte.
Oliver Ansorge, Kirchenvorsteher