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Einrichtungen der Kirchengemeinde St. Rochus

Fair-Trade-Town Zirndorf

Zirndorf ist jetzt Fair-Trade-Town!

TransFair, der Verein zur Förderung des Fairen Handels mit der „Dritten Welt“, hat Zirndorf „in die internationale Familie“ der Fairtrade Towns“ aufgenommen, ist in dem Schreiben zu lesen, mit dem die Bewerbung Zirndorfs von dem Prüfgremium des Vereins bestätigt wurde. Ein Termin für die offizielle Übergabe des Zertifikates an Bürgermeister Thomas Zwingel erfolgte im September 2014 um 18 Uhr auf dem Kirchenplatz in Zirndorf.

 

Worum geht es?

Ziel ist konkrete Zeichen zu setzen für eine gerechtere Welt. Viele alltägliche Produkte stammen aus Entwicklungsländern in Afrika, Asien und Lateinamerika. Typische Nahrungsmittel, die fast ausschließlich in Entwicklungsländern angebaut bzw. hergestellt werden, sind Kaffee, Kakao, Tee oder Bananen. Nur selten machen wir uns Gedanken, unter welchen Umständen diese Waren produziert werden. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen in diesen Ländern sind oft entwürdigend. Die Bauern oder Arbeiter leben am Rande der Existenz. 2 Milliarden Menschen leben von weniger als 2 Dollar am Tag, obwohl sie hart schuften.

Der Faire Handel ermöglicht Kleinbauern und Produzenten in diesen Ländern faire Mindestpreise und sichert feste Abnahmemengen zu. Dies ermöglicht den Familien ihren Lebensunterhalt und erlaubt darüber hinaus Investitionen in ihre wirtschaftliche und soziale Zukunft. Die Kleinbauern schließen sich zu Produktionsgenossen-schaften zusammen, vertreten dort gemeinsam ihre Interessen und bilden sich fort, z.B. in ökologischem Landbau. Die Erlöse reichen aber auch, um im Dorf eine Schule oder Krankenstation zu bauen.

Beispiel konventionelle Kaffeeplantagen

Auf den Kaffeeplantagen leisten die ArbeiterInnen, die die Früchte per Hand pflücken, eine schwere und gesundheitsgefährdende Arbeit. Denn die Kaffee-plantagen werden intensiv mit giftigen Pestiziden behandelt, so dass die ArbeiterInnen unbedingt Schutzkleidung tragen müssten. Die meisten von ihnen wissen jedoch nicht um die Gefahr: sie sind Analphabeten und können die Warn-hinweise auf den Kanistern nicht lesen. Von den Löhnen könnten sie die nötige Schutzausrüstung sowieso nicht bezahlen.  Die Lohnarbeiter werden pro Kilogramm bezahlt. Der Kilopreis ist jedoch so niedrig, dass oft auch die Kinder mitarbeiten müssen.

Unsere bewusste Kaufentscheidung entscheidet

Gute Alternativen zum konventionellen Kaffee ist Kaffee aus fairem Handel. Dies gilt aber auch für viele andere Produkte wie Schokolade, Tee, Gewürze, Honig, Zucker, Reis oder Bananen. Zu erkennen sind sie am TransFair-Siegel.

Inzwischen kann man aber auch bei vielen anderen Produkten auf faire Produktion achten, so z.B. bei T-Shirts, Jeans, Kunsthandwerk oder Fußbällen. Dazu braucht es ein neues Bewusstsein und die Veränderung des Einkaufverhaltens. Es sind nur wenige Cent mehr, die die Tasse fairer Kaffee oder die faire Schokolade kostet, aber es kommt den Menschen in den Herkunftsländern zu Gute. Fairer Handel ist kein Luxus, sondern eine dringende Notwendigkeit für eine gerechtere Welt.

Immerhin profitieren heute vom fairen Handel schon über 1,6 Millionen KleinbäuerInnen und ArbeiterInnen in über 60 Ländern. Ihnen und ihren Familien bietet der Faire Handel eine wichtige und reale Chance für die Zukunft.

Die Lust auf fair gehandelte Produkte steigt ebenso wie die Absatzzahlen und die Zahl der Produkte. Somit gestaltet der Boom und die stetig wachsende, faire Vielfalt ein Stück gerechtere Welt mit. Entwicklungspolitik quasi mit dem Einkaufskorb.

 

Das FairTrade-Siegel steht für Soziales – Ökonomie – Ökologie:

  • bessere Arbeitsbedingungen
  • Gemeinschaftsprojekte
  • Versammlungsfreiheit
  • Diskriminierungsverbot
  • Verbot illegaler Kinderarbeit
  • Beratung der Kleinbauern
  • stabile Mindestpreise
  • FairTrade-Prämien
  • langfristige Handelsbeziehungen und Abnahmegarantien
  • Vorfinanzierung
  • Verbot von Pestiziden
  • umweltschonende Methoden
  • Förderung des Bio-Anbaus, Bioaufschlag
  • Verbot von Gentechnik

 

Fair-Trade-Stadt Zirndorf

Um den Titel „Fair-Trade-Stadt“ zu erhalten, muss Zirndorf verschiedene Kriterien erfüllen:

Die Stadt entscheidet per Stadtratsbeschluss, den Titel „Fair-Trade-Town“ anzustreben und im Rathaus selbst fair gehandelte Produkte zu verwenden.

Es wird eine lokale Steuerungsgruppe gebildet, die die Aktivitäten koordiniert. Diese Gruppe hat sich bereits vor einem Jahr auf Initiative des Eine-Welt-Ladens formiert. Hauptansprechpartner sind Thomas Rohlederer, Cornelia Thomas und Claudia Weidmann.

Einzelhändler und Gastronomen, Schulen, Vereine und Kirchen beteiligen sich an der Aktion, indem sie mindestens zwei Fair-Trade-Produkte anbieten. In Zirndorf haben sich schon eine Reihe von Geschäften, Cafés, Restaurants u.a. der Kampagne angeschlossen. Wir danken all jenen für ihr Interesse und Engagement! Und: wir sind zuversichtlich, dass dieser Kreis noch größer werden wird:

  • Eine-Welt-Laden
  • Bibertbad Zirndorf
  • Bäckerei Hartmann
  • Metzgerei Schäfer
  • Ballsportwelt
  • Ebl Naturkost GmbH
  • Rewe Stoll
  • E-Center Schuler
  • Blumen Schöner
  • Diesterwegschule / Grundschule II
  • Staatliche Realschule Zirndorf
  • Mittelschule Zirndorf
  • Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde
  • Lidl
  • Erlebe wigner

Die öffentlichen Medien berichten über die Aktion. Die Stadt unterstützt den Fairen Handel durch gezielte Aktionen und die Teilnahme an der Fairen Woche.

Wir suchen weiterhin Einzelhändler und Gastronomen, Vereine und Kindergärten, die den fairen Handel unterstützen wollen. Wer Interesse hat, kann sich bei uns melden oder sofort das Formular herunterladen und ausfüllen. 

Ideen und Wünsche

Auch wenn Fair Trade eine kleine Nische bleibt, so ist es doch sinnvoll die Idee zu unterstützen. Auch kleine Schritte können etwas bewegen! Die Kleinbauern, die durch FairTrade besser leben können, werden es uns Konsumenten danken.

Es gibt so viele Ideen, lassen Sie sich inspirieren!

  • fairer Kaffee im Regal und Ausschank der Bäckereien, Hotels, Cafés und Friseure, in Lehrerzimmern und bei Vereinsfesten
  • Geschenkkörbe der Stadt mit fairen Lebensmitteln
  • faire Kekse beim Kirchkaffee
  • faire Limonade und Schokoriegel beim Pausenverkauf
  • faire und biologisch angebaute Baumwolle beim T-Shirt-Kauf
  • Pflaster ohne Kinderarbeit bei der Straßengestaltung
  • Grabsteine ohne Kinderarbeit auf dem Friedhof
  • faire Rosen im Blumenstrauß

 

Eine Auswahl von Quellen und Links:

Die Initiative zur FTT sucht noch Mitstreiter:

Dazu gibt es eine Einverständniserklärung, die als Download hier zur Verfügung steht.

Info / Kontakt:

 

Gemeindepädagoge Thomas Rohlederer

Tel. (0911) 60 51 43
Email:Kontakt
Internetseite:www.fairtrade-towns.de
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Stand: 08.02.2016
 
 

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