Treffpunkt Mittelalter – 36 Jahre – Treffpunkt St. Rochus

Die Pfarrhofsänger Fritz Heinlein-Müller und Reinhard Eisenberg
Bildrechte: Thomas Rohlederer

Sechsunddreißig Jahre, das ist doch kein Anlass für ein Jubiläum. Richtig. Der Treffpunkt St. Rochus wollte auch kein Jubiläum feiern, sondern einen fröhlichen Abend zu Beginn der neuen Saison nach den Sommerferien. Das ist ihm prächtig gelungen. Über 40 Gäste kamen am 20. September ins Gemeindehaus und nahmen teil an einer Zeitreise in Fotos und Liedern über die Geschichte dieses ältesten noch bestehenden Gemeindekreises in St. Rochus.
Reinhard Eisenberg hatte 125 Fotos in eine sehr lebendige Bildpräsentation gepackt und ließ damit die Entwicklung des Treffpunktes von der Gründung im Jahr 1982 im Kindergarten Mühlstraße über den Einzug in das 1983 neu erbaute Gemeindehaus, über viele Freizeiten, Ausflüge, Besichtigungen und abwechslungsreiche Abende Revue passieren. Da waren der Mitbegründer Pfarrer Jürgen Zinck zu sehen sowie die Pfarrer Wolf Hennings und Rudi Schürmer. So mancher im Saal erkannte sich auf den Fotos von vor 30 Jahren kaum wieder, und manche Personen waren da zu sehen, die nicht mehr am Leben sind.
Dass der Treffpunkt von Anfang an ein ökumenischer Kreis war und hier die Ökumene seit vielen Jahren in Zirndorf praktisch gelebt wird, war an diesem Abend wunderbar zu sehen und zu hören.
Ein Höhepunkt des Abends war der Auftritt der beiden Pfarrhofsänger Fritz Heinlein-Müller und Reinhard Eisenberg. Begleitet von unserer früheren Kantorin Lisbeth Walther sangen sie teils nachdenkliche, teils fröhliche Lieder zum Thema Ökumene in St. Rochus und St. Josef. Eins ihrer Lieder sei hier wiedergegeben:
"Es waren zwei Konfessionen, die waren eng verwandt.
Sie konnten zusammen nicht kommen, weil der Luther dazwischen stand.
Vor dreihundertsechsundachtzig Jahren, da lagen die beiden im Krieg.
In der Schlacht an der Alten Veste sucht` der Schwed und der Wallenstein den Sieg.
So schlugen sich Generationen im Namen des Herrn die Köpfe ein.
Für wen soll sich das denn lohnen? Das kann doch nicht Gottes Wille sein.“
(nach der Melodie: Es waren zwei Königskinder, …)

Am Anfang hieß der Kreis noch „Treffpunkt Mittelalter“, also ein Kreis für Menschen im mittleren Lebensalter. Wir hörten dazu in bestem Fränkisch ein Gedicht aus dem Jahr 1982 zur Gründung des Treffpunktes. Da hieß es am Schluss:
„Da wolln mir kumma im Monat a mol zamm zu an recht abwechslungsreichen Programm  und mir hoffen, dass der Club wird a echter Knüller.
Des wünscht uns allen Ihre Annemarie Heinlein-Müller.“

Ein weiterer Höhepunkt des Abends war das reichliche Büfett, zu dem alle Besucher beigetragen hatten, das keinem Viersterne-Restaurant nachstand. Mit einem Abendlied und Segenslied endete dann dieser schöne Abend.
Auch im kommenden Jahr 2019 wird der Treffpunkt wieder alle Gemeindeglieder an jedem 3. Donnerstag im Monat um 19:00 Uhr einladen.
Reinhard Eisenberg